Ulmia 1610...wie alles begann....
Hallo zusammen, Anfang Jan. 2023
auch wenn ich noch nicht ganz fertig bin, so denk ich mir im Nachhinein, dass ich wohl doch besser
zwischendrin immer wieder mal etwas genauer mitschreiben hätte sollen.
Naja - egal.
In diesem Fall ist es zudem etwas besonderes, da diese Ulmia 1610 Kreissäge mit Baujahr 1965 damals neu gekauft wurde und seitdem "zur Familie" gehört.
Insider kennen die Details der Geschichte und die Historie dieser Kreissäge und deswegen werden auch darüber keine weiteren Informationen veröffentlicht.
Als Zubehör ist zusätzlich die Langlochbohreinrichtung vorhanden, welche sich aber noch im "alten" Zustand befindet. Das wird dann gleich die nächste Aufgabe werden.
Mittlerweile geht es in Richtung Endspurt, aber da tauchen auch noch die einen oder anderen Probleme auf.
Wenn man es wirklich ganz genau 1000% exakt nimmt, dann wird es den "Orginalfetischisten" nicht entgehen, dass da das eine oder andere etwas anders gebaut wurde, aber immer mit dem Gedanken, dass es ohne Probleme und ohne Spuren auf Orginaloptik zurückgebaut werden kann - nur Insider werden es überhaupt bemerken.
Ich habe auch "unsichtbar" im Inneren der Säge einen Unterspannungsauslöser eingebaut
um die orginale Optik des Schalters zu erhalten.
Im Prinzip wurde die Maschine komplett zerlegt, alle Teile gereinigt und wieder zusammengebaut.
Der Motor wurde ebenfalls zerlegt, gesäubert und neu gelagert genauso wie die Welle vom Sägeblatt.
Auch die beiden Antriebsriemen wurden erneuert und der bereits erwähnte Schalter und auch die Anschlussleitungen ebenso.
Von der Mechanik (vermutlich kann ich nicht alles aufzählen):
-Schienen für den Schiebetisch mit Schwenkarm beide erneuert (auch die Stellringe, etc.)
-Gleiter vom Schwenkarm erneuert und die Führung am Schiebetisch passend nachgefräst
-Führungshülsen für die Schiene vom Schiebetisch erneuert (Alu und Stahl-zum testen was besser ist),
wobei das noch nicht sauber läuft - die Hülsen unmontiert ja, aber sobald im Schiebetisch gesteckt nicht mehr. UPDATE Januar 2023...ES FUNKTIONIERT!
-Orginale Anschlagschiene fehlt - da wird wohl was "modernes" oder "selbstgebautes" folgen
-Spaltkeile hab ich jemanden gefunden der sich der Sache gerade annimmt.
Der alte Spaltkeil ist etwas zu dünn für aktuelle Sägeblätter.
-Ein Spaltkeil ist in der Regel aus Federstahl und näheres findet man dazu in der EN1870-1
-Ein Spaltkeil muss dünner als die Sägezahnbreite, aber zugleich dicker als das Stammblatt des Sägeblattes sein.
-Abzugshaube bisher nur eine aus Kunststoff - mal sehen ob die bleibt
-Gehrungsanschlag werden die Führungen noch erneuert und wenn das klappt so konstruiert,
dass man das seitliche "Spiel" einstellen kann nach einem Vorbild wie bei den "Incra-Anschlägen"
-Anschlaglineal bzw. "Gegenhalter" (Winkeleisen) für den Parallelanschlag wurden erneuert und verlängert so, dass eine Tischverbreiterung angebracht werden kann....womöglich ist es etwas zu lang geworden...insbesondere die "runde" Stange. Ob hier eine zusätzliche Stütze angebracht werden muss zeigt der Betrieb beim Sägen
-Höhenverstellung komplett zerlegt, Lager erneuert
-Eisenteile wurden mit Balistol Rostschutz konserviert
-Blechdeckel vom Gestell wurden gestrahlt und in resedagrün pulverbeschichtet
-Ein Teil der alten Schrauben wurden galvanisch neu verzinkt.
Ja- entspricht nicht ganz dem Zeitgeist der 60er Jahre, aber das hab ich so gewollt.
-Schlitzschrauben für die Blechdeckel waren nicht mehr zu retten und auch hier hab ich auf "moderne" Torx Rundkopf umgestellt, wobei man immer noch Schlitzschrauben in Rundkopf bekommt - allerdings nicht an jeder Ecke.
-Ebenso wurden die beiden Halterungen auf denen der Motor montiert ist, der Blechdeckel und das Lüfterrad vom Motor auch galvanisch verzinkt
Eine gewisse "Patina" darf die Maschine auch nach fast 60 Jahren noch haben.
FRAGE:
Kann es sein, dass es als Zubehör "ENTWEDER" die Tischverbreiterung "ODER" die Langlochbohreinrichtung gegeben hat?
Hintergrund:
An der orginalen Tischverbreiterung die ich hier liegen habe fehlt die Aussparung für das Bohrfutter.
Bei der "späteren" von der 1710er (die ist massiver) ist die Aussparung vorhanden.
Kann dazu jemand etwas genaueres sagen?
Etwas weiteren Text lest ihr dann in den "Bilderkapiteln".
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